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brain & storm(ing)

Es war einmal… mein Leben

  • Episode 1:
    Als das Yoghurt-Gum zwischen die Zehen kam…   Da sitzt sie nun, Tante Crêpe Suzette (wie süüüüüüß, nicht wahr?), die eigentlich gar nicht witzig und erst recht nicht kreativ ist.
    Was mach ich jetzt nur? Ich könnte ins Bett gehen, um dann frisch, fromm, fröhlich, frei am nächsten Morgen in meine extrem unkreative Arbeit zu gehen. Ich bin aber gar nicht müde. Ich könnte schreiben, was ich heute so alles erlebt habe. „Lieber Blog, heute habe ich nichts erlebt.“ Fertig. ich könnte auch schreiben, wie naiv ich bin zu glauben, dass der Schwachsinn hier für irgendwas gut ist. „Lieber Blog, bin ich sehr naiv, wenn ich glaube, dass der Schwachsinn hier für irgendwas gut ist?“ Keine Antwort.
    Das Telefon klingelt. Muss telefonieren. Kann jetzt nicht kreativ sein. Bis gleich.So, Wecker gestellt. Sieben Uhr. Jeder, der mich kennt, ist sich im Klaren darüber, dass sieben Uhr nur eine grobe Richtzeit für mein alltägliches Aufstehen ist. Ich gebe mir hier mein persönliches Zeitfenster von + 3 Stunden. So kurz vor elf, ist Madame dann auch auf Arbeit. Nicht wundern, ich fang heute nicht mehr an kreativ zu werden. Ich telefoniere noch. Nicht dass ich während dem Telefonieren nicht schreiben könnte, ich bin ja schließlich eine Frau…nur muss ich gleichzeitig durchs nächtliche Fernsehprogramm zappen, bei Tchibo neues Haushalts-Equipment bestellen, meine H&M-Gutscheine einlösen und überlegen was ich morgen anziehe – mir ist bereits zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass ich das in den nächsten Minuten zusammengestellte Ensemble kurz vor dem Verlassen der Wohnung eh wieder über den Haufen werfen werde – egal. Ich muss bei der Gelegenheit noch darüber nachdenken, welche Süßigkeiten heute Abend meiner Figur den Rest geben könnten. Chips, Schokolade oder Kekse? Alles super, aber irgendwie nicht das Richtige. Gummibärchen! Ja, die wären jetzt genau richtig. Meine Joghurt-Gums auf meinem Nachtschränkchen! Da sehe ich schon wieder neue Probleme auf mich zukommen…Die Dinger liegen in meinem Schlafzimmer, ich hingegen auf dem Sofa. Ich könnte aufstehen. Muss aber nicht. Gott sei Dank fällt mir gerade jetzt ein, dass mich die Gummibärchen gar nicht wirklich glücklich machen können. Nur dick. Und wer will das schon. Also ich nicht.
    Ich stehe auf und schleiche ins Schlafzimmer….
    Sehr schlaue Entscheidung. Tolle Dinger, bin dann doch glücklich und mein Zuckerhaushalt wieder in bester Ordnung.
    Ok, hab den Faden verloren … wie bin ich jetzt auf meine Joghurt-Gums gekommen?Der Faden ist immer noch weg. Is aber nicht schlimm, bin ja immer noch nicht kreativ.
    Langsam werde ich müde.

 

  • Episode 2:
    It’s my party, and I’ll sleep if I want to…(oder auch nicht)

 

 

19:00 Uhr:

Recht euphorisches Eintreffen der Freunde und Bekannte.
Es wird sich begrüßt, vorgestellt, umarmt, gedrückt und geküsst.

 

Die „NEUEN“ dürfen an einer – von langer Hand geplanten – Wohnungsbesichtigung teilnehmen:

„… da Bad…“
( Waschbecken, Badewanne – tatsächlich, ein Bad – bitte staunen! )
„… da Klo (Entschuldigung: die Toilette)…“
( ein Bad kommt selten allein )
„… da Schlafzimmer…“
( Raum mit Bett, sehr schön)
Alle Zimmer da. Klasse.

Darauf folgt noch ein „…oh schön…“ „… was so billig…“ (oder)    „… was, so teuer?“ „Die Küche war schon drin?“ „…ach so, ja ja, nein nein, soso, blabla, palimm palimm und krawel…“

19:02 Uhr:

Gesprächsthemen: weg.
Wohnungsthema: innerhalb von 2 Minuten ausgeschlachtet.

19:03 Uhr:

der Alkohol wird’s schon richten…

19:59 Uhr:

der Alkohol hat’s gerichtet; und zwar uns.

20:00 Uhr:

Wir steigen um auf „non alcoholic“. Ich werde alt, oder? Werde ich alt? Bin ich vielleicht schon alt? Aber so alt bin ich doch noch gar nicht! Oder?

Ich entschließe mich Spaß zu haben. YEAH! Unabhängig von den anderen. Alleine YEAH! Ich werde also albern. YIPPIEYAYEAH !!!
Puh, hatte für fünf Minuten Spaß. Ganz schön anstrengend. Schiebe meine Trägheit auf mein fortgeschrittenes Alter, den vorhergegangenen Alkoholkonsum und natürlich meine schweren Knochen.
Meine schweren Knochen… Was habe ich mit denen schon alles erlebt.
Eigentlich nichts. Schade. Oder vielleicht auch nicht. Nichts mit seinen schweren Knochen zu erleben, ist vielleicht auch ganz nett. Das heißt zumindest, dass ich sie mir noch nie gebrochen habe. * ganz schnell auf Holz klopf *

„Nimm mal kurz meinen Teller, mein Glas und die Zigarette vielleicht noch…“ – jetzt wird’s eng. Ich brauche Holz. Ich muss weg.

So, habe geklopft und sogar auf Holz. Der Rahmen meiner Pinwand. Super. Gerade nochmal Glück gehabt.
(kleine Anmerkung der Redaktion: der Rahmen kann nicht aus Holz gewesen sein. Ich – Nachts – Berlin – Treppe – sozusagen „on the fly“ – Schädelhirntrauma, Loch im Kopf und zwei gebrochene Arme !!!!> SCHEIß BILLIG-PINNWAND!)
Wo war ich? Bei meinen schweren Knochen. Über die will ich jetzt aber nicht mehr reden, schreiben oder nachdenken. Die schweren Knochen sind eben da. Gehören zu mir wie meine zu große Nase, die aber perfekt in mein langes Gesicht passt. Der Spruch mit der Nase war ursprünglich als Kompliment gedacht. Herzlichen Glückwunsch.
Große Nase und schwere Knochen, wie soll man da Spaß haben?
Mehr Alkohol!!!

23:15 Uhr:

Das absolute Tief!!!
Will heim. In mein Bett. Will schlafen. Muss mich erholen. Bin alt.
Blöd nur: BIN daheim. Außer mir will keiner schlafen. Außer mir will niemand ins Bett. Außer mir muss sich niemand erholen.

Schlaf wird überbewertet. Erholung ebenfalls.

Gast: „Trink doch einen Kaffee!“

Ich: „Trinke keinen Kaffee.“

Gast: „Was machst du dann, wenn du müde bist?“

Ich: „Ins Bett gehen?“

Gast: *kein Verständnis*

 

  • Episode 3:
    Ich… puppe_meschugge

    …bin launisch, gelangweilt, faul, schläfrig, lustig, unterhaltsam, groß und krumm,
    hab ne große Nase, die bei drohendem Sonnenbrand als erster „hier“ schreit, hab lange Zehen, deren Flexibilität schon manch Mitbewohnerin verrückt gemacht hat, hab lange Fingernägel, deren Existenz schon manch Wirtschafts- und Erdkunde-Lehrer irritiert hat, lebe ab und zu in meiner kleinen Sanne-Welt und bin extrem verträumt.

    …kann kein einziges Instrument spielen, fühle mich dennoch gelegentlich kreativ, bin streitlustig und versuche im selben Maße Konflikte zu meiden, kann mich unwahrscheinlich schlecht zwischen zwei Sachen entscheiden und verzweifle, wenn die Auswahl noch größer sein sollte als 2, kann überhaupt nichts schätzen, vergesse Witze schon, nachdem ich sie verstanden habe, heule nur ungern vor meinen Mitmenschen, aber unwahrscheinlich gerne vor dem Fernseher.

    …hasse bügeln und hab mir trotzdem ein quietsch-grünes Bügeleisen gewünscht, vergesse Termine, wo es nur geht, bin aber persönlich beleidigt, wenn man meinen Geburtstag vergisst, mag keine Hotelbäder oder kleine Ferienwohnungen, hab jedoch vor drei Jahren meine Lust am Campen entdeckt.

    …wäre gerne sportlicher, mag aber keinen Sport, halte sehr viel von großen Fernsehern, weil ich sehr wenig von Optikern halte, habe alle Puppen und Stofftiere „Stefan“ oder „Stefanie“ genannt, mich trotzdem in einen Manu verliebt, liebe es zu backen, glaube aber nicht an Rezepte, mag kein Rindfleisch, liebe jedoch Sauerbraten, komme zwar aus Franken, habe aber auch schon mal Schnitzel mit Soß gegessen.

    …bin eine ekelhafte Egoistin, wenn es um mein Essen geht, brauche Schokolade und Online-Shops für mein Seelen-Heil, hab ständig Kopfschmerzen, bin süchtig nach Cola, Milchmäusen, Trauben, Erdbeeren und Kirschen, bestelle meinen Erdbeerbecher ohne Sahne und Vanille-Eis und vergleiche den Geschmack von Ingwer mit Erfrischungs-Tüchern.

    bin manchmal süß, meschugge, gemein, gehässig, störrisch, kleinlich, zu großzügig, zu engstirnig, zu un-flexibel, scheiße gekleidet, schlecht geschminkt, überhaupt nicht geschminkt, hysterisch, beleidigt, verletzt, enttäuscht, verängstigt, neugierig…..

    …..bin sozusagen alles mögliche,….

    …nur….. Z-I-C-K-I-G bin ich ganz sicher nicht……

    und das muss man mir glauben,

    sonst bin ich „emotional enttäuscht“…..

 

One Comment

  1. Frank Bauer Frank Bauer

    Ich bin enzückt Du hast mir mit dem Text geholfen die tausendeste Whd. V.tats.Liebe zu überstehen. Du solltest ein Buch schreiben, hab mich weggeschmissen. Meld dich mal bei mir ich krieg es eh wieder nicht auf die Reihe, hab aber schon oft daran gedacht;)

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